Die Kraft der Emotion, oder…

...wie Begeisterung zum Motor wird!
Im Blog „Wie Wut die Nervosität besiegt“ war schon von der Kraft der Emotion die Rede. Hier widme ich mich dem positiven Gefühl der Begeisterung.

Begeisterung trägt dich.

In der Clown-Schule bekamen wir immer einen Riesenapplaus vor dem Auftritt, wenn wir unsere Nummern präsentierten. Die Kolleg-innen tollten und johlten und machten Stimmung, so wurde ein wahrer Teppich an positiver Emotion ausgerollt, auf dem wir dann unsere Nummern präsentierten.

Da kann nichts mehr schief gehen. Und doch geht beim Clown ja immer was schief, aber gerade das Scheitern ist ja dann seine gelungene Nummer! Perfekt scheitern will auch gelernt sein.

Die Begeisterung im Publikum ist ansteckend und motiviert auch den Auftretenden. Er traut sich mehr, er wird förmlich getragen. Ja, im positiven Sinne wird er gezwungen, aus sich herauszugehen, alles zu geben aus Freude, weil er plötzlich den Spaß an seinen Fertigkeiten entdeckt. Das positive Gefühl potenziert sich, wir kommen plötzlich auf Dinge, die wir uns vorher nie zugetraut hätten oder die uns gar nicht eingefallen wären!

Freude ist ansteckend wie das Lachen und setzt ungeheure Energien frei.

Die gilt es zu nutzen. Kostenlos! 🙂

Das Geheimnis ist, dass schon ein sanftes Lächeln auf unseren Lippen positive Signale an unser Gehirn sendet und uns positiv gestimmt sein lässt. Und es wirkt ansteckend auf unsere Umgebung.

Wenn ich mit meinen Teilnehmer-innen frei sprechen trainiere, künde ich sie immer groß an und spende Applaus vorm Auftritt. Das motiviert sie, sich ganz in die Übung fallen zu lassen.

Was bedeutet dieses sich hineinfallen lassen? Man setzt den inneren Zensor etwas außer Kraft und fokussiert sich auf das Kreieren von etwas Neuem statt auf das Vermeiden von Fehlern. Damit sind wir wieder beim Clown und beim Scheitern: erst wenn wir uns erlauben zu scheitern haben wir die Chance Großes zu tun!

Clowns sind deswegen so beliebt, weil sie uns beim Scheitern zuschauen lassen, bei ihrem redlichen Bemühen es zu schaffen. Sie erleben für uns das Peinliche und Tragische und nehmen uns somit ab, es selbst zu tun. Das befreit beim Zuschauen, wir müssen selber das Unangenehme nicht erleben. Sie selbst haben große Freude am Tun und verkaufen am Ende auch ihr Scheitern als großen Erfolg!

Wie kannst du das jetzt für dich nutzen?
Probiere es aus und schildere deine Urlaubserinnerungen mit großer Begeisterung.
Mach die Übung „Expertenrede“ aus dem Blog „Die Welt der Improvisation“.

Wenn du vor Leuten sprichst, lächle und kreiere die Atmosphäre der Begeisterung in dir bevor du beginnst, so steckst du auch dein Publikum damit an und hast eine Kraft, die dich trägt.

Viel Vergnügen!

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