Wie du die Lautstärke dosierst

Zu laut oder zu leise?
Beides hemmt das Zuhören! Was treibt dich, die Angst nicht gehört zu werden oder die Zurückhaltung, weil du nicht aufdringlich wirken willst?
Matthias Schloßgangl zeigt wie man Lautstärke dosiert

Du willst es besonders gut machen, bist motiviert und startest mit lauter Stimme, um ja gehört zu werden?

Oder du bist vorsichtig und beginnst sehr leise zu sprechen, du willst ja nicht aufdringlich sein?

Beides kann auf Dauer sehr anstrengend sein – für dich und deine Zuhörer!

Zu welchem Typ gehörst du? ​

Also, was treibt dich, die Angst nicht gehört zu werden oder die Zurückhaltung, weil du nicht aufdringlich wirken willst?

Wie ist dein eigener Eindruck?

Wenn du dir nicht sicher bist, frag deine Freunde, Familie oder Zuhörer – versteht man mich gut? Bin ich zu laut?

Wenn du mit zu viel Aufwand sprichst, belastest du deine Stimme unnötig.

Für die Zuhörenden ist auch sehr unangenehm, wenn du zu laut bist, denn sie werden sich unwillkürlich schützen davor und das ist anstrengend, weil sie nicht weghören können. Das Ergebnis ist, dass sie sich anspannen und die Muskel zusammenziehen, weil sie verhindern wollen, dass zu Lautes an ihr Ohr dringt. Wollen sie sich nicht die Ohren zuhalten oder den Raum verlassen, wird es anstrengend für sie zu bleiben.

Wenn zu leise bist, verlierst du den Kontakt zu deinen Zuhörern und das verunsichert zusätzlich, ein Teufelskreis. Die Zuhörer sind genervt und verlieren die Aufmerksamkeit, wenn sie dich nicht verstehen.

Wie dosiert man nun richtig?

Das Geheimnis ist, die Vorstellungskraft zu nutzen, um sich auf unterschiedliche Distanzen einzustellen. Das kannst du trainieren. Die Stimme stellt sich auf die Raum-Abstände ein, die du gedanklich vorgibst.

Sieh dir die Anleitung dazu im Video an!

So trainierst du auch die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper –
-Wieviel (Kraft-) Aufwand setze ich ein?
-Wie viel ist nötig?
-Wie macht sich dieser im Körper bemerkbar?
-Spüre ich, wenn ich zu viel Anstrengung beim Sprechen mache?
-Kann ich das unnötige Extra (pressen und eng werden im Kehlkopfbereich statt innerer Weite) wieder fallen lassen?

Ein locker aufrechter Stand, das Gewicht auf beide Füßen verteilt mit der Empfindung gut verwurzelt im Boden zu sein, hilft dabei!

Auch das Gehör kannst du trainieren und deine Wahrnehmung verfeinern: Aufmerksames Hinhören – wie laut nehme ich selbst meine Stimme wahr?

Diese Achtsamkeit hilft dir beim Dosieren und du wirst sie entwickeln und vergrößern, je mehr du dich darin übst.

Wie weit willst du mit deiner Stimme dringen?

Wenn du deine Botschaft bis zur letzten Reihe sendest, dann wirst du gut gehört.

„Senden“ heißt: Meine die Zuhörer, die vor dir sitzen, schenke ihnen einschließlich der letzten Reihe deinen Blickkontakt und denke auch bis dorthin. Dann sprichst du partnerorientiert und raumfüllend.

Es ist so einfach, mit deinem Denken steuerst du die Lautstärke.

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